km 10062 Khuzhir, Olkhon Insel

Eigentlich wollten wir ja nach unserem Trekkingtrip am Baikalsee ins Tunka Tal. Aber als wir in zurück in Irkutsk noch zufällig nach Feierabend die Fahrkartentante am Ausgang ihres Schalters abfangen, macht sie uns irgendwie klar, dass es wohl keine gute Idee ist, nach Arshan zu fahren. Ein weiterer Passant kommt dazu und mit ein paar Brocken englisch stammelt er irgendwas von „high water“ und wir sollen doch im Internet danach recherchieren. Nach einiger Suche sehen wir, dass in Arshan wohl ein Jahrhunterthochwasser am toben ist, sogar eine Tourigruppe von 15 Leuten wird noch vermisst und das halbe Dorf wurde über- und weggeschwemmt. Nachdem wir die Ausmasse der Zerstörung sehen, ist klar – Arshan hat sich damit vorerst nicht nur für uns erledigt. Wir sind froh, nicht schon eine Woche vorher dort gewesen zu sein, um möglicherweise jetzt selbst dort in der Klemme zu stecken.
Wir entscheiden uns um, zurück zur allerersten Idee, die wir bereits zu Hause länger verfolgt hatten. Die Olkhon Insel ist ca. 300km von Irkutsk entfernt und liegt zentral im Westen des Baikalsees.

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Chushir

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Chushir 53.201791, 107.344666

 

Mit ihrer Länge von 70km ist es die grösste Insel des Baikalsees und wird hauptsächlich von nur etwa 1500 eher mongolisch aussehnden Burjaten bewohnt. Weiterlesen

km 9581 Listwjanka & Traum(a)-Trekking am Baikalsee

listvyanka_-_bolshie_kotyWir sind froh, den Grossteil unseres Gepäcks für die 4-5 Tage, die wir am Baikalsee bleiben möchten, im Hotel in Irkutsk lassen zu können. Denn nun sind wir mit abgespeckter Last unterwegs. Mit nur unseren Rucksäcken (puh!!) machen wir uns – nach erneutem Shopping auf dem Gemüsemarkt – mit dem Minibus in das ca. 70km entfernte Listwjanka auf. Die Fahrt ist von einigen riskanten Überholmanövern und schlechten Strassen geprägt, aber wir kommen nach ca. 1.5h dennoch heil in dem kleinen Dörfchen am Baikalsee an. Wir bleiben noch eine Nacht in einer netten kleinen Holzhauspension, um am nächsten Tag halbwegs ausgeschlafen auf unsere erste, ca. 17km lange Etappe von Listwjanka nach Bolschie Koty aufzumachen.


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km 9511 Irkutsk City

Unser Zug kommt gegen nachmittags um 2 nach unserem Drittklassabenteuer von Krasnoyarsk in Irkutsk an. Die 1.3 Millionen Stadt ist laut Reiseführer nicht besonders sehenswert. Dennoch bleiben wir zwei Nächte dort, um uns etwas vom Zugfahren zu erholen, mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen und unser anstehendes Mehrtages-Trekking am Baikalsee zu organisieren. Wir machen uns am nächsten Tag mit der Kamera auf Stadterkundung und finden einige interessante alte Irkutsker Holzgebäude.


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km 6661-9511 auf nach Irkutsk – in der dritten Klasse

Wir sind so gegen 2 aufgebrochen, um die 7km von unserem Campingplatz früh genug bergab zur Bushaltestelle zu wandern. Für die 2850km von Krasnoyarsk nach Irkutsk haben wir uns ein dritte Klasse Ticket gelöst, um schlauerweise gegen alle Warnungen auch diese Art der Transsibirischen Eisenbahn live zu erleben. Allerdings wächst unsere Skepsis noch bevor es überhaupt losgeht- irgendwie hätten wir doch noch gerne in die zweite Klasse geupgraded, was im Hinblick auf unsere bevorstehende Mehrtageswanderung am Baikalsee doch im ausgeschlafenen Zustand evtl. mehr Sinn macht.


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km 6661 Krasnoyarsk & Stolby

Nach unseren 50h Transsib, sind wir doch irgendwann in Krasnoyarsk angekommen. Wir sind mittlerweile 6 Zeitzonen von der Heimat entfernt. Uns interessiert aber weniger die eher hässliche, aber immerhin drittgrösste 1-Millionen Stadt Sibiriens, als eher der wunderschöne Stolby Nationalpark. Der Park ist für seine rötlichen Granitfelsen bekannt, die in der Bergtaiga aufgrund der extremen Witterung wie Pfähle (daher Stolby) bis zu 100m in die Höhe ragen.




Nachdem wir am Bahnhof angekommen sind, mussten wir uns kurz orientieren, wie man am schnellsten in den Nationalpark kommt. Da die Busse alle spottbillig sind, haben wir es erst mal so versucht.

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km ~5000 Transsib 50h

Wir sind nun im Zug von Nizhny nach Krasnoyarsk. Die 3583km lange Strecke wird uns so ca. 50h am Stück durch einen grossen Teil Russlands bringen. Nachdem wir ziemlich kaputt endlich abends um halb 12 in unseren „Enissey“ Zug einsteigen durften, haben wir den restlichen Abend bei einer guten Flasche Wein genossen. Die erste Nacht war schon mal wunderbar. Das Schaukeln und die Geräusche des Zugs machen genau das, was einem als Kind wohl auch schon die Augen zufallen liess. So haben wir auf unseren schmalen und relativ harten Matratzen trotzdem sehr gut und vor allem lang geschlafen. Jasmin hat gleich mal bis halb eins geschlafen, aber nach den vergangenen, anstrengenden Tagen mit zu wenig Schlaf war das wohl mal nötig. Wir sind mittlerweile schon 2 Tage im Zug und es stellt sich so langsam eine tiefe Entspannung ein. Am Fenster fliegen wunderschöne Landschaften vorbei, vor allem sehr viel Birkenwald, grosse Flüsse mit pompösen Häusern aber auch sehr viele Bruchbuden und Baracken aus Holz und verfallenem Beton.


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km 3078 Nizhny Novgorod „Нижний Новгород“

Morgens sind wir um 5 aufgestanden um unseren zweiten, kurzen Transsib Abschnitt in Angriff zu nehmen. Pünktlich um 06:45 fährt unser supermoderner Schnellzug die 442km in schnellen 4h vo Moskau nach Nizhny Novgorod. Die City, auch als Gorky bekannt, ist immerhin die fünftgrösste Stadt mit noch etwas mehr als einer Million Einwohnern. Die Zeit vergeht wie im Flug und wir werden in eine Stadt geworfen, die lustigerweise viel mehr unserer Erwartungshaltung an „Russland“ entspricht als es St. Petersburg oder Moskau taten. Der Bahnhofsplatz ist überschattet von einem Plattenbau, der bei uns längst auf der Abrissliste stehen würde. Abgebrochener Beton überall, die Strassen sind – genauso wie fast alles andere – in die Jahre gekommen.


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km 2636: Moskau

Teil I
Samstag abend sind wir nun schweren Herzens aus St. Petersburg abgereist. Je länger wir in der Stadt waren, desto wohler haben wir uns dort gefühlt. Es bleibt auf jeden Fall das Gefühl, dass die Stadt noch viel mehr zu bieten hat und sich eine weitere Reise auf jeden Fall lohnen wird.

Unser erster Abschnitt unserer insgesamt 8638 km langen Transsib Strecke wartet auf uns. Weiterlesen

km 1986: St. Petersburg


Von Berlin gings am heissesten Tag mit 35° nun raus aus Europa für lange Zeit.. St. Petersburg ist unsere nächste Station. Zu Russland hatten wir bis kaum ein Verhältnis, weshalb wir mit grosser Spannung auf die Ankunft dort gewartet haben. Da wir nun Mitte Juni in der nordrussischen Stadt (ex-)Leningrad sind, geniessen wir diese nun in der Zeit der ‚weissen Nächte‘, an denen es nie ganz dunkel wird. Der Flug ging über das sauteure Stockholm, wo wir es uns gespart haben, die verlockende Rentiersalami zu kaufen. Jasmin hätte natürlich auch gern noch das Rentierfell mitgenommen, aber so kalt, dass wir das brauchen werden, wirds in Sibirien ja hoffentlich nicht..

Angekommen am Flughafen, war ich erstmal leicht nervös bei der russischen Zolldame…
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